Datenschutz bei Google Analytics

Letzte Aktualisierung 15.09.2011

15.09.2011: Schön, dass es auch mal eine Meldung von Datenschützern gibt, was nun erlaubt ist: Google Analytics darf nun gefahrlos eingesetzt werden. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar hat heute die Freigabe zum Beanstandungsfreien Betrieb gegeben.

25.03.2011: heise Meldung über ein neues Datenschutz Tool des Frauenhofer Instituts, das Peter Schaar zukünftig für Prüfungen von Webseiten verwenden will. In der Meldung heißt es weiter: “die Verwendung von Google Analytics hält Schaar nicht für ‘den schwersten Datenschutzverstoß’. Man befinde sich darüber noch in einer “produktiven Diskussion” mit dem Suchmaschinenkonzern, auch wenn der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar die Verhandlungen mit Google Anfang des Jahres abgebrochen hatte.”

09.03.2011: In dem Hinweisblatt Datenschutzrechtliche Hinweise zum Einsatz von Webanalysediensten wie z. B. Google Analytics weist das Innenministerium Baden-Württemberg auf eine Lösung der Datenschutz Probleme bei Google Analytics in den nächsten Monaten hin. Die beschriebenen Anforderungen wie IP-Anonymisierung, Widerspruchsmöglichkeit, usw. bleiben bestehen.

02.02.2011: Der Landesbeauftrage für den Datenschutz in Bayern hat in seinem Tätigkeitsbericht die Nutzung von Google Analytics ohne die Verwendung von anonymizeIp als Verstoß gegen das Telemediendienstgesetz benannt.

Was ist heute Stand der Dinge und was kann ich als Websitebetreiber tun, um den gesetzlichen Vorgaben möglichst zu entsprechen? In meinem Artikel in der t3n Nr. 21 hatte ich die “Google-Lösung” beschrieben. Diese Vorgehensweise scheint noch nicht zufriedenzustellen (zumindestens Herrn Caspar), also habe ich die Infos überarbeitet und um Alternativen erweitert.

Nach Rücksprache mit der dem Datenschutzbeauftragen von Hamburg sind laut Google derzeit keine Bußgelder gegen den Einsatz von Analytics geplant.

Beschnittene IP-Adressen

Webanalyse-Tools bestimmen anhand der IP-Adresse den Provider beziehungsweise den Zugangspunkt des Besuchers zum Internet – im Idealfall kann man so den Wohnort erkennen. Durch das Entfernen der letzten Stelle kann die IP-Adresse nicht mehr genau verortet werden. 255 IP-Adressen werden jetzt einem einzigen Ort zugerechnet.

Bezogen auf Länderebene funktioniert die Zuordnung recht genau. Allerdings war die Auswertung auch vorher mit Vorsicht zu genießen. Bei Zugriffen über Firmennetzwerke oder das Mobilnetz kann der Ort häufig nicht genau anhand der IP-Adresse bestimmt werden.

Die IP-Kürzung hat glücklicherweise keine Auswirkung auf die Berechnung der Visits, da diese anhand von Cookie-Daten arbeitet. Die Daten vor und nach der Umstellung bleiben somit vergleichbar. Auch sonst speichert Google Analytics sämtliche Daten – etwa Inhalte, Kampagnen, Referrer und interne Suche – wie bisher.

AnonymizeIP

Um die IP-Adresse zu kürzen und damit zu anonymisieren, hat Google die Funktion anonymizeIp eingeführt. Diese muss man dem Trackingcode auf den Webseiten hinzufügen. Aktuell sind zwei Varianten des Trackingcodes gebräuchlich:

  • Klassisch: pageTracker._trackPageview()
  • Asynchron: _gaq.push(['_trackPageview'])

Die asynchrone Variante ist inzwischen die Voreinstellung bei neuen Analytics-Profilen. Beide Codes können mit der neuen Funktion ausgestattet werden. Der alte urchinTracker-Code unterstützt die Anonymisierung nicht.

Bei der klassischen Version wird der Aufruf zwischen Initialisierung und dem eigentlichen Tracking gesetzt („_gat._anonymizeIp();“).

<script type="text/javascript">
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXX-X']);
  _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);

  (function() {
    var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') +
      '.google-analytics.com/ga.js';
    var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
 </script>

Asynchroner Analytics-Code mit Anonymisierung

Die Funktion anonymizeIP übergibt dem Trackingcode stets den Parameter „aip=1“ (hier Chrome Developer Tools).

Die Funktion anonymizeIP übergibt dem Trackingcode stets den Parameter „aip=1“ (hier Chrome Developer Tools).

Mit diesem Parameter erkennt Google Analytics, dass es die IP-Adresse des Besuchers nicht in vollständiger Form verarbeiten soll. Einen Kritikpunkt hat die Lösung: Die IP-Adresse wird erst nach der Übertragung zu Google gekürzt. Da die Adresse für die Datenübermittlung benötigt wird – wie für jede Datenübertragung im Internet – lässt sich eine Anonymisierung im Vorfeld mit JavaScript nicht umsetzen.

Hardcore Anonymisierung mit Proxyscript

Will man sichergehen, dass die IP-Daten gar nicht erst zu Google gelangen, kann man ein Proxyscript oder einen Proxyserver verwenden. Dabei werden die Anfragen über einen dritten Server geleitet, bevor sie zu Google gelangen. Mit einem Script kann der eigene Webserver als Proxy fungieren. Durch diesen Zwischenschritt kommt statt der IP-Adresse des Nutzers die IP-Adresse des Webservers bei Google an. Die kritischen personenbeziehbaren IP-Daten verlassen somit nicht das Land und gehen nicht auf die Reise in die USA.

Da die Besuchererkennung und die Visitberechnung auf den Cookiedaten basiert, sind die Zugriffszahlen durch die fehlenden IP-Adressen nicht beeinflusst. Einzig die Erkennung der regionalen Herkunft schlägt fehl, da nach dem Umbau alle Besucher vom selben Server zu kommen scheinen.

Auch hier ist wieder ein wenig Code erforderlich. Freundlicherweise nimmt uns Google ein Stück der Arbeit direkt ab. In den Analytics Einstellungen kann man einen Code für das Zählen von Handys herunterladen, für PHP, JSP, ASP und Perl. Da mein Blog auf  Wordpress läuft, nehme ich die PHP Variante.

Für die Umstellung müssen wir

1. Ein Script auf die Website legen, das die Tracking-Zugriffe annimmt und zu Analytics weiterleitet. Das Script ga.php gibt es bei Google zum Download. Dieses legen wir ins Root-Verzeichnis der Website.

2. Den Analytics in den Seiten ein wenig anpassen, damit “unser” Pixel geladen wird und nicht direkt das Analytics Pixel. Dafür muss man ein klein wenig “hacken”. Zunächst laden wir uns die ga.js (diesmal JavaScript) herunter. Anschließend die Datei mit einem Texteditor öffnen und an zwei kleinen Stelle ändern, nämlich da, wo der Zählserver angefragt wird.

a;if((a=c[fa](4)[I]("."))&&a[z]("=")==-1)a=Ca(a);c=c[fa](0,4);X(c,a);return c[I](".")};h.$b=function()
{return"https:"==R[E][G].protocol?"https://ssl.google-analytics.com/__utm.gif"
:"http://www.google-analytics.com/__utm.gif"};h.P=function(a,c,f,d,e,q){var x=k.B,b=R[E][G];m.ja(f);var
 g=m.z()[F](".");if(g[1]<500||d){if(e){g=g;var o=(new Date)[ha](),n;n=(o-g[3])*(k.Ec/
1E3);if(n>=1){g[2]=v.min(v.floor(g[2]*1+n),k.Fb);g[3]=o}g=g}if(d||!e||g[2]>=1){if(!d&&e)g[2]=g[2]*1-

An der Stelle schreiben wir die URL zu unserem Script rein, also bei mir wäre das www.econtrolling.de/ga.php Danach die Datei speichern und ebenfalls auf die Website legen.

3. Den Trackingcode auf den eigenen Seiten abändern, damit er aufs neue Script zeigt

    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://www' : 'http://www') +
      '.econtrolling.de/ga.js';

ACHTUNG: Wenn ihr SSL verwendet und tracken wollt, müsst ihr die Pfade entsprechend berücksichtigen. Das Analytics Script erkennt automatisch, um welches Protokoll es sich handelt und leitet den Aufruf entsprechend. In meinem Beispiel sind die http und https Website gleich unter www erreichbar. Falls ihr eine eigene Subdomain für SSL nutzt, muss diese eingetragen werden.

Widerspruch möglich machen

Trotz einer Anonymisierung der erfassten Daten muss der Nutzer laut TMG aber auch der Erstellung von Nutzungsprofilen – also dem Tracking insgesamt – widersprechen können.

Google hat sich hier eine Lösung per Browser-Plugin ausgedacht. Wenn der Nutzer dieses Plugin installiert, kann er damit das Google-Analytics-Tracking unterbinden. Vorteil dieser Lösung ist, dass der Nutzer der Erfassung nur einmal widersprechen muss und nicht auf jeder Website einzeln. Der Nachteil besteht darin, dass das Plugin bisher nur für den Internet Explorer, Firefox und Chrome erhältlich ist und die Installation entsprechende Systemrechte erfordert. Am Firmenarbeitsplatz fehlen dem einfachen Nutzer diese Berechtigungen meistens.

Alternativ kann der Website-Betreiber mit JavaScript eine eigene Opt-out-Lösung bauen. Zum Beispiel kann er auf seiner Website eine Checkbox in der Datenschutzerklärung einbauen. Widerspricht der Besucher der Erhebung, wird ein Cookie gesetzt. Wenn dieser Cookie vorhanden ist, wird der Trackingcode nicht ausgeführt.

Ein wenig Javascript Kenntnisse braucht man dafür schon. Ich habe die nötigen Funktionen und Abfragen in der JavaScript-Datei ga_anonym.js zusammengefasst, die ihr hier auf dem Blog zum Download findet. Grob zusammengefasst stellt der Code die Funktionen zum Setzen und Löschen des Cookies bereit, sowie die Überprüfung für den Trackingcode. Die Checkbox zum Deaktivieren kann man in den Datenschutzhinweis oder das Impressum einbauen. Wer ganz proaktiv vorgehen möchte, bindet den Code auf jeder Seite im Footer ein oder sogar als Popup oder Infobalken beim Aufruf.

Hier die Schritte zur Einbindung:

1. ga_anonym.js herunterladen und auf die eigene Website legen

2. Die Datei im Head der Seite laden

<script src="/ga_anonym.js" type="text/javascript"></script>

3. Den Analytics Zählaufruf mit der Abfrage einklammern. Hier auf dem Blog sieht das so aus

if( gaanonym.switcher.isActive() ) {
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXX-X']);
  _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);

  (function() {
    var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') +
      '.google-analytics.com/ga.js';
    var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
}

4. Folgenden Code im Impressum oder auf der Datenschutzseite einbauen (das ist die Checkbox mit der Klickfunktion)

<input type="checkbox" id="GA_ANON_SWITCHER" value="true" onClick="(this.checked) ?
      gaanonym.switcher.activate() : gaanonym.switcher.deactivate()" checked />
      Zugriffe mit Google Analytics erfassen<br/>
<script>gaanonym.switcher.checkStatus(document.getElementById('GA_ANON_SWITCHER'));</script>

5. Den Hinweis auf das Tracking im Datenschutztext oder Impressum der Seite anpassen (s. Informationspflichten)

Der Code kann gerne verwendet werden, am liebsten zusammen mit einem Link auf diese Seite :)

Informationspflichten

Wenn durch Webtracking Nutzungsprofile erstellt werden, muss man den Besucher laut TMG darüber informieren, dass man trackt, was genau man trackt, welchem Zweck dieses Tracking dient und wie der Erhebung widersprochen werden kann. Wenn man GoogleAnalytics einsetzt, verlangt Google zusätzlich, dass man einen in den Google-AGBs vorgegebenen Text auf seiner Website einbindet. Dieser Text informiert über die Art des Trackings. Google behält sich übrigens das Recht vor, die Einbindung durch einen Bot zu prüfen. Fehlt er, untersagt Google die Nutzung.

Dieser Google-Text enthält jedoch keinen Hinweis auf die Anonymisierung oder Widerspruchsmöglichkeit. Diesen Passus muss der Website-Betreiber selber ergänzen. Zusätzlich weisen wir auf die Möglichkeit zur Deaktivierung hin und der Vollständigkeit halber auch auf das Google Browser Plugin (s. econtrolling.de Impressum)

Die Google Trackingcodes dieser Website verwenden die Funktion „_anonymizeIp()“, somit werden IP-Adressen nur gekürzt weiterverarbeitet, um eine direkte Personenbeziehbarkeit auszuschließen.

Der Datenerhebung und -speicherung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprochen werden. Durch Löschen der Checkbox „Google Analytics Deaktivieren“ wird das Tracking vollständig unterbunden. Damit der Widerspruch dauerhaft vorgenommen wird, muss Ihr Browser Cookies akzeptieren.

Alternativ können Sie der Datenerhebung durch den Einsatz eines Google Browser-Plugins widersprechen.

 

Um Google Analytics für zukünftige Besuche der Seite “www.econtrolling.de” zu deaktivieren / aktivieren klicken hier:

Die Daten in Google Analytics sind nun anonymisiert, der Besucher ist informiert, die Widerspruchsmöglichkeit ist gegeben. Damit die Nutzerprofile auch anonym bleiben, untersagt das TMG die Zusammenführung der Pseudonyme mit personenbezogenen Daten. Man darf zum Beispiel nicht die Daten aus einer Shopbestellung mit den Nutzungsdaten aus Google zusammenführen. Google untersagt eine derartige Kombination auch nochmal in den eigenen AGBs (Punkt 8.1).

Man muss also nicht nur aufpassen, wie getrackt wird, sondern auch was. Bei allen personenbezogenen Daten gilt übrigens immer, dass mit der aktiven Einwilligung des Besuchers die Erfassung erlaubt ist.

31 Kommentare

  1. Hier noch ein Tip zum Thema datenschutz-konform mit Google Analytics tracken: OptMeOut. Kostenfrei herunterladen auf http://www.opt-me-out.de

  2. Lessy

    Hi.
    Bei einer URL wie der von diesem Artikel (http://www.econtrolling.de/datenschutz-google-analytics/ ) ohne weitere Datumsangaben in der URL und wenn es um einen “heutigen Stand” zu einem Thema geht, wäre es doch nett, wenn ein Datum zum Artikel bzw. der Seite deutlich sichtbar irgendwo stehen würde.
    Danke & VG,
    Oliver

  3. Markus

    Hi Lessy, danke für den Tipp, ich hab jetzt immer die letzte Aktualisierung oben aufgeführt. In der URL gibt es keinen Hinweis aufs Datum, da die Seite regelmäßig aktualisiert werden soll.

    • Hallo Markus,

      vielen Dank für den Beitrag. Eine Frage habe ich noch: reicht es aus, wenn ich im oben genannten Impressum Text “…Der Datenerhebung und -speicherung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprochen werden” das Wort “widersprochen” auf http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de verlinke? Oder muss ich die JavaScript-Datei ga_anonym.js trotzdem einsetzen?

      Danke und Gruß
      Julia

      • Markus

        Hallo Julia, der Link auf das Browser Plugin ist die Google-Datenschutz-Variante. Dafür brauchst du im Code nur die anonymizeIP einbauen und verlinken. Allerdings wird diese Plugin derzeit angemahnt, da es eben nicht für alle Browser verfügbar ist.

        Wenn du die ga_anonym.js einsetzt, bekommst du ja eine Checkbox zum Deaktivieren (s. Impressum). Das ist noch einen Schritt weiter als das Browser-Plugin und damit eher an der Vorgabe der Datenschützer dran.

      • Hallo Markus, hallo Julia,

        danke für den Beitrag. Sehr aufschlussreich dass ich auch das Script ga_anonym.js einsetzen kann. Genau diesen Hinweis habe ich gesucht.

        Liebe Grüße Frank

  4. Jan

    Super Beitrag, hatte mittlerweile auf allen Projekte GA deaktiviert. Jetzt muss ich mir wieder die Mühe machen alles datenschutzkonform einzubauen, bin jedoch happy Analytics wieder verwenden zu können ;)

  5. Markus

    Der Beitrag vom ZDF zum Thema fand ich gut gemacht. Information über den Stand der Dinge ohne Panikmache. http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/3/0,3672,8193859,00.html

  6. Jan

    So, irgendwie glaube ich ging beim Einbau was schief, bekomme seit 2 Tagen noch immer keine Daten in Analytics angezeigt. Seltsam.

    Hast Du ne Idee woran das liegen könnte? Habe es testweise auf der eigenen Seite eingebunden (die hier eingetragene URL). Siehst Du zufällig einen Fehler?

    • Jan

      Tja, warum auch immer, es hat 3 Tage gedauert bis die ersten Daten reinkamen. Stimmt also doch alles ;)

  7. Nils

    Guten Morgen,

    warum verwendest Du auf deiner eigenen Seite hier dann noch immer diesen Code?
    ga.src = (‘https:’ == document.location.protocol ? ‘https://ssl’ : ‘http://www’) + ‘.google-analytics.com/ga.js’;

    Statt

    ga.src = (‘https:’ == document.location.protocol ? ‘https://www’ : ‘http://www’) +
    ‘.econtrolling.de/ga.js’;

    Wie du es beschrieben hast?

    • Markus

      Hi Nils, die Variante mit dem Script auf dem eigenen Server muss man nicht unbedingt machen. Die Idee mit dem eigenen Script auf dem Server ist aus der Zeit, als Google selber keine Funktion angeboten hat. Mit anonymizeIp gibt es ja eine Lösung, die die Adresse kürzt.

      Um den aktuellen Anforderungen zu entsprechen, reicht meiner Meinung nach der anonymizeIp-Code. Wer Google aber nicht traut, der ist mit dem eigenen Script gut bedient.

      • Nils

        Hallo Markus,

        danke für deine Antwort.
        Mir geht es nicht um Google sondern darum, Analytics “sicher” für den Besucher einzusetzen.

        Die Opt-Out mit dem JS ist sehr gut, die habe ich so übernommen. Aber das Problem, dass Google alle Daten zuerst an die google-eigenen Server überträgt und erst DANACH anonymisiert besteht doch trotz nonymizeIp-Code noch? Somit ist damit Herr Caspar auch nicht zufrieden nehme ich an?

        • Hannes

          Danke für den Beitrag. Habe eben die Checkbox-Variante bei mir eingebaut.

          Die Checkbox ist jedoch von Anfang an angeklickt = kein Tracking. Soll das so sein?

          • Markus

            Hallo Hannes. Ich hatte irgendwann von Buttons auf Checkbox umgstellt und den Text “falschrum” angepasst. Ist jetzt im Impressum und im Artikel korrigiert.
            Häkchen = wird gezählt
            Kein Häkchen = wird nicht gezählt

        • Markus

          Technisch muss ja irgendeine IP übertragen werden, um die Daten anzufragen. Wenn man es ganz genau nimmt, ist das weiterhin ein Problem. Allerdings habe ich noch keine Beschwerde in diese Richtung gehört.

      • Hallo Markus,
        die Idee mit dem eigenen Script auf dem Server find ich ganz hevorragend. Leider funktioniert der Link in Deinem Beitrag zur Datei ga.php nicht mehr. Könntest Du den Link bitte aktualisieren?
        Außerdem wäre ich auch an dem erwähnten Proxyscript interssiert. Hättest Du da vielleich auch einen Link?
        Vielen Dank

  8. Hallo Markus,
    erst mal danke für den Code, den ich heute unter http://www.wfb-nuernberg.de/impressum.aspx verwendet habe – und natürlich einen Backlink gesetzt habe ;-)
    Meine Frage: Wenn jemand die Seite das erste Mal aufruft, ist der Haken bei Deaktivieren gesetzt. Wie das? das Cookie kann doch noch gar nicht aud “Deaktivieren” gesetzt sein? Wie kriege ich es hin, dass der Haken erst mal weg ist und aktiv gesetzt werden muss.

    • Markus

      Hallo Bernd, s. Kommentar zu Hannes: die Beschriftung war schlicht “falsch” rum. Als Standard wird gezählt (Häkchen). Ich habe den Text im Artikel jetzt geändert auf “Zugriffe mit Google Analytics erfassen”.
      Danke für den Hinweis!

  9. Jan

    Hallo Markus, erst einmal danke für deine Arbeit. Leider bleibt bei mir im Blog das Häckchen immer gesetzt.

    Habe schon alles getestet, auch verschiedene Browser. Wenn ich deine oder Bernd seine Seite besuche funktioniert es ja. wo könntes es hängen?

  10. Markus

    Hallo Martin. Auf der Seite find ich nur die Checkbox, aber es fehlt das JavaScript dazu. Das brauchst du, damit die Einstellung auch gespeichert wird. Du kannst es dir oben aus dem Text kopieren. So muss es nachher aussehen:

    <input type=”checkbox” id=”GA_ANON_SWITCHER” value=”true” onClick=”(this.checked) ?
    gaanonym.switcher.activate() : gaanonym.switcher.deactivate()” checked />
    Zugriffe mit Google Analytics erfassen<br/>
    <script>gaanonym.switcher.checkStatus(document.getElementById(‘GA_ANON_SWITCHER’));</script>

  11. iChillout

    Hallo Leute,

    vorab möchte ich hier mal ein riesen Lob aussprechen! Super Infos die ich echt brauchen kann.

    Jedoch habe ich trotzdem eine Frage:
    Bezügl der Informationspflicht (… Google Trackingcodes dieser Website verwenden die Funktion „_anonymizeIp()“, somit werden IP-Adressen nur gekürzt …)
    Kann ich dann den Teil vom Google-Text wo es um die IP-Adresse geht dadurch ersetzen oder darf ich den nur ergänzen?

    Des weiteren habe ich die “hardcore Anonymisierung” umgesetzt – wäre doch gut wenn direkt auch diese Methode erwähne??

    Vielen Dank für Eure Tipps!

    LG Tarek

  12. Mia

    Frage zur “Hardcore Anonymisierung mit Proxyscript”

    Prinzip habe ich verstanden, ist ja relativ einfach.

    Allerdings ist die Verwendung eines modifzierten ga.js in Verbindung mit der ga.php (ich habe mir die aktuelle ASP.NET Variante angeschaut) zur Weiterleitung an google vermutlich nicht ganz so schlau. Wenn ich das so sehe, erwartet ga.aspx/ga.php nur ein paar eingehende Parameter (Referer, Url, Account), den Rest der URL-Parameter bereitet es selbst auf. Das modifizierte ga.js würde aber – tauscht man die GIF-Url aus – alle ermittelten Daten an das serverseitige GA-Script weitergeben, was aber völlig unnötig ist, da diese Parameter größtenteils eben gar nicht benutzt werden – z.B. die Bildschirmauflösung geht nach meiner Lesart hier verloren.
    A) Also hier wäre es dann doch sinnvoller als Aufruf gleich das “mobile Tracking Script sample.php” als aufrufenden Teil der ga.php zu verwenden und gleich auf ga.js zu verzichten.
    - oder -
    B) Man baut sich eine Mischung aus ga.js und sample.php, so dass z.B. die JS-Informationen ergänzt werden, dann muss man aber auch wieder das ga.php/ga.aspx anpassen.

    • Markus

      Hallo Mia,
      Da sind natürlich einige Varianten machbar. Wenn du die ga.js verwendest, werden viel (Spam)bots nicht gezählt, da diese kein JavaScript können. Mit einer reinen php oder asp Lösung sind solche bots gerne mal in Zugriffszahlen dabei – muss man sich überlegen, was besser für einen passt.

      Für den Datenschutz braucht man das alles eh nicht mehr, ist mehr aus technischer Sicht interessant.

  13. Hey Markus,
    ich habe die neue Tracking Codes bei unseren Webseiten eingebunden. Wie kann ich nun kontrollieren, das diese auch wirklich auf der Seite http://www.ethalon.de funktionieren? Kann man sich denn wirklich sicher sein, das nach Einbindung der Codes, diese auch wirklich greifen, so das das neue Datenschutzgesetzt auch eingehalten wird!

    Lg
    Bernhard

    • Markus

      Hallo Bernhard,

      du brauchst ein Tool, dass alle aufgerufenen Elemente einer Seite anzeigt, z.B. Firebug. Dort musst du schauen, ob der Parameter aip=1 mitgegeben wird – dann läuft die Anonymisierung. Hier mehr Infos zum Debugging von Google Analytics

      Damit es insgesamt datenschutzkonform musst du auch den Vertrag mit Google abschließen, also das PDF ausdrucken und hinschicken. Dann passt alles.

      Grüße
      Markus

  14. Bachsau

    Und wie funktioniert die Anonymisierung bei IPv6?

  15. Stefan W

    Wie setzt man in Analytics das Widerspruchsrecht des TMG §13 auf mobilen Endgeräten um? Das Google Plugin ist z.B. nicht für iOS Geräte verfügbar. Ist das nicht ein Verstoß gegen das TMG?

    • Markus

      Interessante Frage – so weit sind die (Landes-)Datenschützer glaube ich noch nicht. Man kann auch für Mobile eine eigene Lösung mit Scripten bauen, eine Out-of-the-box Lösung ist mir aktuell nicht bekannt.

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