Google Analytics Datenschutz in 2011 [UPDATE]

Google Analytics Datenschutz in 2011 [UPDATE]
16. Jan 2011

Update 16.1.: Laut eigenen Angaben von Google sind derzeit keine Bu├čgelder gegen den Einsatz von Google Analytics geplant

Wir haben heute nochmal mit dem Beauftragten f├╝r Datenschutz und Informationsfreiheit von Hamburg gesprochen.

Nach dem Gespr├Ąch k├Ânnen wir best├Ątigen, dass von der Datenschutzbeh├Ârde in Hamburg derzeit keine aufsichtsrechtlichen Ma├čnahmen (z. B. Bu├čgelder) gegen den Einsatz von Google Analytics geplant sind. Die Datenschutzbeh├Ârde sucht keine Konfrontation mit den Betreibern von Webseiten, die Google Analytics einsetzen. Zudem begr├╝├čen wir, dass die Gespr├Ąche zwischen uns und den deutschen Datenschutzbeh├Ârden zu Google Analytics fortgef├╝hrt werden.

Post von Alan Wrafter, Google Analytics-Team

Web Analyse und Datenschutz – vor allem bei Google Analytics – ist immer noch ein recht intransparentes Thema (leider). Im Mai 2010 gab es zum ersten Mal einen gemeinsamen Anforderungskatalog der Datensch├╝tzer von Bund und L├Ąndern im D├╝sseldorfer Kreis dazu. Die Struktur in Deutschland, wo jedes Bundesland seinen eigenen Verantwortlichen hat, der seine Meinung kundtun darf, plus einen obersten Bundesdatensch├╝tzer macht es nicht einfach, sich zwischen Meinungen, Aussagen und Vorgaben zurechtzufinden. ┬áBesonders Herr Caspar (Datenschutzbeauftrager in Hamburg) f├Ąllt immer wieder durch besonders medienwirksame Aussagen speziell gegen Google auf.

Aktuelle Infos und L├Âsungsm├Âglichkeiten Google Analytics anonymisieren f├╝r den deutschen Datenschutz

Die Diskussionen gehen (mal wieder) hoch her, Beispielsweise Kommentare von Christoph Kappes und Holger Tempel, auch bei Facebook wurde flei├čig diskutiert.┬áGoogle selber h├Ąlt sich mit Kommentaren zu den angeblich abgebrochenen Verhandlungen zur├╝ck – das sch├╝tzt den Websitebetreiber aber auch nicht wirklich. Dabei gibt es M├Âglichkeiten, die meisten Vorw├╝rfe gegen den Einsatz von Google Analytics ┬áauf der eigenen Website auszuschlie├čen.

Ich habe meinen aktuellen Stand der Diskussion und L├Âsungsm├Âglichkeiten zum Datenschutz und zur Anonymisierung von Google Analytics zusammengetragen. Die Seite werde ich regelm├Ą├čig aktualisieren, falls ihr Fragen, Tipps oder Vorschl├Ąge habt, k├Ânnt ihr gerne kommentieren oder zuschicken.

6 Kommentare

  1. “Google selber h├Ąlt sich mit Kommentaren zu den angeblich abgebrochenen Verhandlungen zur├╝ck ÔÇô das sch├╝tzt den Websitebetreiber aber auch nicht wirklich.”

    Ist das nicht traurig? Der Websitebetreiber muss vor dem Datensch├╝tzer gesch├╝tzt werden… ;-) Wie krank wird das ganze Debakel um Google Analytics wohl noch?

  2. Markus

    Ist halt schade, dass die deutschen Googler offenbar nicht viel sagen d├╝rfen/k├Ânnen und in Amerika versteht ja eh niemand so richtig die German Angst um die Daten. Zwar werden sich die Amis auch langsam dar├╝ber klar, dass man nicht jedem alles ├╝ber sich preisgeben braucht (sollte?), aber so medienwirksam wie bei uns ist Googleschelte dort nicht.

    Dabei w├Ąre es doch f├╝r Google ein Kinderspiel, so eine L├Âsung wie die beschriebene, direkt im Trackingcode zu integrieren.

  3. Wie absurd die Diskussion ist, zeigt, dass selbst die eigene Website von Herrn Caspar nach seinen eigenen Richtlinien nicht datenschutzkonform ist, siehe http://www.internet-law.de/2011/01/website-des-hamburger-datenschutzbeauftragten-selbst-nicht-datenschutzkonform.html.

    Und damit auch alle anderen IVW-gez├Ąhlten Onlineportale in Deutschland – einschlie├člich aller gro├čen Medien, die gerne und munter auf Google schie├čen.

    Wie weit d├╝rfen einzelne Datensch├╝tzer eigentlich gehen mit ihren ├äu├čerungen?

  4. Hallo Marcus Vollmert,
    Herr Caspar hat kritisiert, dass das Google-Plugin Opera und weitere Browser (10%) nicht mitber├╝cksichtigt. Ich frag mich, ob man ein Opt-Out nicht mit einer Custom-Variable l├Âsen kann, oder wie die hei├čen. Man klickt auf “mich nicht tracken”, dadurch wird man als “nicht zu trackender User” markiert und im Google-Konto richtet man beim Einspielen der Daten das so ein, dass die gar nicht verarbeitet, im Konto erfasst werden k├Ânnen. Ist das zu kurz gedacht? Weil Daten doch vorher an Google Server ├╝bergeben werden?
    Viele Gr├╝├če
    Mario Casarano

  5. Markus

    Hallo Mario,
    so k├Ânnte man verhindern, dass die Daten sp├Ąter im Profil ausgewiesen werden – aber dann w├╝rden die Zugriffe trotzdem erstmal zu Google geschickt. Da Analytics ein US-Dienst ist, kann der deutsche Datensch├╝tzer bzw. du als Websitebetreiber nicht pr├╝fen, ob die auch gesetzestreu mit den Daten umgehen und somit ist alles, was zuviel an die geschickt wird, erstmal “b├Âse”.
    Also f├╝r Herrn Caspar bestimmt nicht ausreichend ;)

    Im ├╝brigen ist die Herangehensweise von Herrn Caspar ja schon sehr “Holzhammer”. Einerseits provoziert er, andererseits scheint Google das Thema am liebsten aussitzen zu wollen. Ich hab Datensch├╝tzer bisher immer als recht pragmatisch und l├Âsungsorientierte Leute kennengelernt – vielleicht haut er auch deswegen so auf den Putz gegen den “gro├čen” US-Konzern.

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