Google Analytics Debugging: Service Mode
Debugging ist mit GA nicht so einfach. Man packt das Zählscript in die Seite und hofft, dass alles funktioniert. Bis die ersten Daten im Konto aufschlagen, kann es schonmal etwas dauern. Eigentlich wäre es doch super, wenn man sehen könnte, was der GA Code so macht.
Eine Möglichkeit ist zu schauen, was der Browser denn an Google sendet. Im Firefox kann man dafür z.B. Firebug nutzen. Das Add-on liestet alle Requests auf, die der Browser beim Laden einer Seite startet, egal wo diese hingehen. Als erstes schaut man in der Liste, ob die ga.js von google-analytics.com geladen wird:
Sieht gut aus, die Datei wird geladen. Interessant wird der Blick auf das __utm.gif
Firebug zeigt nicht nur die aufgerufene URL, sondern bereitet direkt die URL-Parameter auf. Sehr praktisch! Nun kann man überprüfen, welche Daten verschickt werden. Sollten wir besondere Anpassungen an unserem Code haben (etwa Virtuelle URLs), kann man nun sehen, ob auch die richtigen Daten rausgehen.
Service Mode
Noch eine Stufe weiter geht der LocalServerMode. Der ist eigentlich für den parallelen Einsatz von GA und Urchin gedacht – jedenfalls beschreibt Google das so. Damit kann man dem Trackingscript beibringen, seinen Request an zwei URLs zu schicken, einmal GA und einmal eine zweite Adresse.
Dafür setzt man vor den trackPageview Aufruf zwei weitere Befehle. Mit _setLocalRemoteServerMode() weisen wir das Script an, dass noch eine weitere Adresse kommt. _setLocalGifPath() benennt diese. In meinem Beispiel liegt sie auf dem selben Host, kann aber auch ganz woanders liegen (http://…)
Ich kann einen beliebigen Webserver nehmen und mir dort die GA Aufrufe ins Serverlogfile protokollieren lassen:
Wofür soll das gut sein?
1. Live Aufrufe: sobald der Request im Browser startet, kommt der Aufruf ins Logfile
2. Backup: ich habe die wirklichen Rohdaten gesichert. Aus GA bekommt man so manches nicht mehr raus.
3. Rohdaten: Für spezielle Analysen, etwa komplette Keywordsstatistiken (SEO) oder viele URLs. Aus GA bekomme ich ja nie eine Komplettliste sondern muss mich in 500 Schritten durch die Reports klicken.
Oder man kann mit einem tail -f alle Aufrufe auf seine Website verfolgen – Matrix lässt grüßen

11. August 2009 12:39
Das oben beschriebene Verfahren ist durchaus sinnvoll. Für die meisten Nutzer von Google Analytics geht das allerdings zu weit. Wer kurz und schnell wissen möchte, ob Google Analytics vernünftig implementiert ist, ohne sich vorher einzuarbeiten, sollte mal den SiteScan von EpikOne unter http://www.sitescanga.com/ anschauen. Dort gibt man seine URL und Email-Adresse an und bekommt nach dem Scan das Ergebnis per Mail zugeschickt. Zur Überprüfung der Implementierung auf kleinen Seiten reicht das völlig aus.
Gruß,
Peter
11. August 2009 13:07
Richtig, guter Hinweis. Da hab ich vor ein paar Wochen schonmal drüber geschrieben: http://www.econtrolling.de/200903/google-analytics-tracking-codes-prfen/
SiteScanGA nutzt als Ausgangsbasis die Yahoo API, d.h. was in der Yahoo Suche drin ist, wird gescannt. Der Weg oben ist vor allem bei “Special Trackings” sinnvoll, also etwa Zählung von Shoptransaktionen, Events, Flash. Und ITler mögen solche shell Geschichten immer