5 Tipps zum Abtauchen in Google Analytics
Seit dem Relaunch hat Google Analytics jede Menge schicke Dashboards. Prima Sache, da hat man immer alle wichtigen Daten schön im Blick. Aber die Dashboards bringen eine Gefahr mit sich: für die meisten Reports zeigen sie die Top- oder die Durchschnittswerte an, sie generalisieren. Damit können spezifische Erkenntnisse zu bestimmten Bereichen – quasi aus der “zweiten Reihe” – übersehen werden.
Damit man auch die etwas subtileren Optimierungsmöglichkeiten findet, sollte man regelmäßig in die Daten “abtauchen”. Brendan Regan rät, diese Tauchgänge zu einem wiederkehrenden Termin zu machen und im Kalender zu planen.
Auf GrokDotCom hat er 5 Tips for Data Diving in Google Analytics zusammengestellt:
- Verschiedene Zeiträume untersuchen (”try exploring different extended date ranges”). In der Defaulteinstellung zeigt GA die Daten der letzten 30 Tage an. Das muss aber nicht unbedingt der optimale Wert für Ihre Website sein. Versuche längere (etwa 90 Tage) oder kürzere (7 Tage) Zeiträume. Websites haben unterschiedliche Zyklen für neue Inhalte oder Kampagnen.
- Jede mögliche Aktion auf der Website bekommt ein Ziel und Umsatz (”assign goals and dollar amounts to every conversion on your site“). Die Hauptaktion – z.B. die Bestellung – erhält als Umsatz den durchschnittlichen Bestellwert. Kleinere Aktionen – Newsletteranmeldung, Blogkommentar, Suche – einen entsprechend niedrigeren Wert. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Nutzer der Aktion später kauft? Wenn 5% aller Newsletterabonnenten später kaufen, ist der Umsatzwert 5% vom durchschnittlichen Bestellwert.
- Kenne deine Trafficquellen (”Explore the Traffic Sources reports to get a better understanding of your traffic “mix.???”). Besucher aus unterschiedlichen Quellen – wie Google, Blogs, Links, Newsletter – verhalten sich häufig auch unterschiedlich. Was sind ihre Interessen und wie gut konvertieren sie?
- Sortiere deine Inhalte nach Umsatz (”Dive into your Top Content reports, and try sorting by “$Index.???”) Wenn für jede Aktion ein Umsatz definiert ist, so wird für jede Seite ihr Anteil am Umsatz ausgewiesen. So lässt sich herausfinden, welche Inhalte zum Verkauf beitragen und welche nicht.
- Nutze die interne Suche (”dive headfirst into the very valuable data the Site Search reports can provide”) wenn man eine hat. Nutzer suchen aus unterschiedlichen Gründen:
weil sie nicht finden was sie suchen,
weil sie etwas haben wollen, was du nicht anbietest,
weil sie keine Lust haben, sich durch die Navigation zu hangeln
Die Eingaben der internen Suche lassen erahnen, was die Besucher wollten. Bietet die Website Inhalte dazu an? Wenn nein, warum nicht? Geben Sucher mehr aus oder weniger?
Zum Schluss gibt Herr Regan noch einen Rat, nämlich beim Tauchen das Luftholen nicht zu vergessen. Und die vielen Erkenntnisse nicht ungenutzt zu lassen. (Quelle: GrokDotCom)
